Wie kommen Deutsche in den Kaukasus?

Ein deutsches Dorf in der Osttürkei – was nach einem Märchen klingt, ist tatsächlich die außergewöhnliche Geschichte des von Deutschen gegründeten Dorfes Paulinenhof im Kaukasus. Eine wahre Erzählung über Sehnsucht, Vertreibung und die Frage nach Heimat.

Der letzte Deutsche stellt Herkunftsklischees nicht nur auf den Kopf, sondern zeigt, dass Heimat eigen ist: Heimat liegt manchmal in der Sprache, sie ist auch die Musik, die aus dem Plattenspieler ertönt, sie ist der Toast der ausgesprochen wird und manchmal ist es der Ort, an dem die Liebsten zu Grabe getragen werden. Unveränderlich ist allerdings, dass Heimat keine Zuschreibung ist und sein kann. Unaufdringlich wird die 600-jährige Geschichte des kleinen Dorfes Paulinenhof erzählt, die in Pommern startet und über Wesenburg im Baltikum in den Kaukasus nach Kars führt. Eine Geschichte die geprägt ist von Vertreibung und Ausgrenzung – aber auch eine Geschichte von Liebe und Zugehörigkeit, von Sehnsucht und Beharrlichkeit.

Cansın Çağlar (geb. 1990) ist Illustrator und Karikaturist, dessen Arbeiten seit mehreren Jahren regelmäßig in türkischen und internationalen Medien veröffentlicht werden, unter anderem in: Uykusuz Magazine, Hortlak, Para Tuzağı, und gazete.taz.de. Er studierte Chemieingenieurwesen und kreiert weiterhin Comics und Illustrationen.

Hakkı Kurtuluş (geb. 1980) ist Kulturhistoriker, Drehbuchautor und Filmemacher. Als Filmemacher war Kurtuluş Co-Autor und Co-Regisseur von vier Spielfilmen: Orada (There, 2009), Viaggio in Bergmania (2011), Gözümün Nûru (Eye am, 2013), Birlikte Öleceğiz (Together We Shall Die, 2020) und sechs kurze Dokumentarfilme.